Planänderung

10.10.2018

Dingboche(4410m) nach Thukla(4600m)
4,90km
Aufstieg 315m
Abstieg 50m
Thukla(4600m) nach Pheriche(4371m)
2,6km

Nach einem weiterem Abschied von Opa und Pem Nima machten wir uns auf den Weg nach Lobuche (4910m).
Mir ging es morgens schon nicht so gut, ich hatte Kopfschmerzen und Schwindel.
In Thukla legten wir unsere Mittagspause ein und Kusang schöpfte den Verdacht, dass ich Höhenkrank bin. Wir beschlossen eine Nacht in Thukla zu blieben und am nächsten Morgen, je nach meinem Befinden, entweder weiter zum Everest Basecamp zu gehen oder wieder abzusteigen.
Am frühen Nachmittag machten wir einen kleinen Ausflug zu einem schönen Gletschersee weil Kusang beobachten wollte wie sich mein Zustand verändert.
Wieder in der Lodge angekommen, hatte ich noch einen Migräneanfall.
Kusang beschloss, noch heute wieder abzusteigen um kein Risiko einzugehen.
In der Dämmerung begannen wir den Abstieg Richtung Pheriche.
Mit Stirnlampen ausgestattet kamen wir nach einer etwas gruseligen Nachtwanderung in Pheriche an.
Mir ging es an dem Abend, als wir unten waren, schon deutlich besser.
Nun müssen wir unseren weiterer Plan etwas ändern. Statt zum Mount Everest Basecamp zu gehen, werden wir, sofern es mir weiterhin besser geht, zum Ama Dablam Basecamp laufen.
Dort soll es auch sehr schön, wenn nicht sogar schöner sein und vorallem sollen dort weniger Touristen hingehen.
Die Masse an Touris ist unvorstellbar. Alle wollen zum Everest Basecamp.
Als wir in der Lodge sahsen, kamen noch weitere Personen mit Taschenlampen an uns vorbei. Kusang erklärte, dass das Träger sind, die in Lobuche keinen Schlafplatz mehr bekommen haben, und jetzt wieder runter gehen müssen. Am nächsten Morgen müssten sie wieder 4 Stunden lang nach Lobuche aufsteigen, um dann das Gepäck der Touristen noch weiter den Berg hoch zu tragen. Die Träger, die in Lobuche einen Platz gefunden haben, schlafen wohl alle wie Hühner in einer Legebatterie mit dünnen Matratzen auf dem Boden. Genug Essen bekommen sie auch nicht. Das ist menschenunwürdig. Wenn ich sowas höre, fällt mir die Entscheidung, nicht zum EBC zu gehen, schon etwas leichter.

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