Start: Jarsale 2800 m Ziel: Lukla 2600 m
Nach erholsamer Nacht ging es auf die letzte Etappe unserer Tour. Von Jarsale nach Lukla. Zum warmlaufen ging es erst einmal wieder Stufen hinauf, zum Checkpoint des Nationalparks. Hier muss sich jeder an und wieder abmelden. Mit ernsten Mienen kamen uns die ersten Luklaleute entgegen, kaum bis überhaupt nicht in der Lage zu grüssen. Aber auch die Träger waren schon wieder unterwegs. Riesen Aufbauten hatten sie auf Ihren Körben, teilweise so breit, das Sie die ganze Breite des Weges einnahmen. Was uns, aber vor allem Tashi beschäftigte, waren die Jungs im Alter von 14 und 15. Sie waren alle kleiner als Tashi und trugen in den Ferien Lasten bis zu 50 kg nach Namche. Auch Amrit hatte so angefangen und sich hochgearbeitet. Heute ist er Lehrer in seinem Dorf und verdient sich in den Ferien Geld als Guide dazu. Er trägt heute nur noch seinen eigenen Rucksack und im Notfall den Tagesrucksack der Touris. Er hat es wohl geschafft. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen in dieser Gegend,die Ihr Leben lang für uns schleppen. Einerseits verdienen Sie Ihr Geld damit, andererseits scheint es in meinen Augen sehr ungerecht, das Menschen für die Touris das Bier in die Berge schleppen. Wir haben im übrigen kein Bier getrunken. Baje hat den hausgemachten Raksi oder Chang getrunken.
Unsere Träger trugen ein Gewicht von ca 25 kg.
Vor uns veränderte sich die Landschaft, die schneebedeckten Berge ließen wir hinter uns. Die letzte halbe Stunde vor Lukla war mit die härtestes auf dem ganzen Weg, hatte mir jemand den Stecker raus gezogen? Ich schleppte mich die letzten Stufen hoch durch das Stadttor. Unsere letzte Lodge sollte die Khumbu Lodge Resort sein. Hört sich toll an, war es aber leider nicht. Wir hatten 18 Tage teilweise in sehr primitiven Häusern gelebt und sind auf Toiletten gegangen die eignedlich nur 2 Bretter mit einem Loch in der Mitte waren. Aber das war besser als diese Lodge. Die Badezimmer waren sicher lange nicht geputzt worden, im Essensraum klebter der Boden die Platzdeckchen standen vor Dreck, das Essen war lauwarm, das EC Kartengerät funktionierte nicht was uns fast in die Verlegenheit brachte nicht zahlen zu können. Wir kratzen unsere letzten Rupis zusammen.usw usw. Was dann tatsächlich funktionierte war der Flugticketservice im Flughafen. Dort wurden wir von den Mitarbeitern der Lodge gut betreut. Ich glaube ,das ich sehr tolerant bin was Dreck und Schmutz angeht, aber das war echt daneben. Eigentlich hasse ich Negativbewertungen im Internet, aber das musste jetzt sein. Für alle die nach Lukla kommen. Diese Lodge ist nicht zu empfehlen. Schade, ich hätte mir einen schöneren Abschluss in den Bergen gewünscht.



